Kämpfe um Transformation. Kritische Analysen und Interventionen zur sozial-ökologischen Krise (transcript, 2025, open access)

Mit der Verschärfung sozial-ökologischer Krisen nehmen auch die Auseinandersetzungen um ihre Lösungen zu. Häufig wird dabei eine Strategie der grünen Modernisierung verfolgt: Unsere kapitalistische Wachstumsgesellschaft kann so bleiben, wie sie ist, wenn wir sie technologisch und energetisch optimieren. Dieser Versuch, die vorherrschende Produktions- und Lebensweise zu stabilisieren, hat seinen Preis. Ob Rohstoffkonflikte im Globalen Süden, autoritäre Tendenzen in liberalen Demokratien, Umwälzungen in der Arbeitswelt oder die blockierte Mobilitätswende – die Beitragenden ergründen zentrale sozial-ökologische Transformationskonflikte der Gegenwart und wagen einen Ausblick, wie Transformation anders gedacht und gestaltet werden kann.
Prokla Nr. 219: Sozial-ökologische Bewegungen im Spannungsfeld von Staat und Demokratie (2025, Gastherausgabe durch Mitglieder des Kollegs)

Die sozial-ökologische Krise spitzt sich zu. Der Klimawandel und die Zerstörung ökologischer Lebensgrundlagen schreiten ungebrochen voran. Obwohl es in dieser Situation dringender denn je gesellschaftliche Kräfte bräuchte, die die Krise wirksam politisieren, befinden sich sozial-ökologische Bewegungen selbst in einer Krise.
Die gegenwärtige Phase ist sowohl durch Repression und politische Rückschläge gekennzeichnet als auch durch eine notwendige strategische Neuausrichtung. In der Auseinandersetzung mit Staat und Demokratie können sozial-ökologische Bewegungen neue politische Horizonte eröffnen – vorausgesetzt, sie begreifen ihre Kämpfe nicht nur als ökologische oder moralische, sondern als zutiefst politische und soziale.
Mit Beiträgen von Caesar Anderegg, Sarah Beyer, Marius Bickhardt, Melissa Büttner, Lea Frerichs, Initiative Demokratische Arbeitszeitrechnung, Nikolai Huke, Rubén Kaiser, Anke Klaever, Carla Noever Castelos, Silpa Satheesh, Dorothea Schmidt, Johannes Siegmund, Leon Switala, Alexandra Tost, Markus Wissen, Leon Wörmann und Aram Ziai.